Bagan – Stadt der Tempel

Bagan war der Hauptgrund, warum wir nach Burma gekommen sind. Während in Angkor Wat in Kambodscha die größte Tempelanlage der Welt ist, stehen hier die meisten Tempel in einem zusammenhängenden Bereich.












Unsere Unterkunft haben wir von der netten Hotelbesitzerin aus Nyaung Shwe buchen lassen, denn sie hatte bei Ihrem Cousin angerufen und uns in seinem Kaday Aung Hotel in Bagan das Zimmer für den halben Preis organisiert. Wir nannten es das Oktagon:

Noch am Abend haben wir zu Fuß die Pagoden in der direkten Umgebung erkundet und hatten einen wunderschönen Sonnenuntergang.



Für den ganzen nächsten Tag haben wir uns einen Fahrer organisiert, wobei Jens auf einen der vielen Toyota Crowns bestand, die er am Vortag schon überall gesehen hatte. Mit etwa 30€ war dies ein richtiges Schnäppchen, denn in Bagan verteilen sich die vielen Stupas und Tempel auf ein riesiges Gebiet von über 30 Quadratkilometern. Viele andere Touristen mieteten sich Elektroroller mit denen man auf eigene Faust die Pagoden ansteuern kann. Während wir in unserer klimatisierten Limousine mit einem Fahrer, der auch etwas erklärte saßen, konnten wir sehr oft beobachten, wie den Elektrorollern schon vormittags der Strom ausging und sie kilometerweit über die staubigen Feldwege geschoben werden mussten.


Im Kontrast dazu bestellen die Einheimischen mit Ochsenkarren ihre Felder direkt vor den Pagoden.



So erreichten wir also sehr bequem die interessantesten Anlagen. Diese unterscheiden sich teilweise erheblich von den Bildern, die man so kennt und sind keineswegs alle backsteinfarben und klein.




Manche sind ganz klein, manche so groß, dass man hineingehen kann und diese werden aktiv zum Beten genutzt. In jeder Stupa steht mindestens ein Buddha. Manchmal wird sich hier auch einfach ausgeruht.












Da es sich um Tempelanlagen handelt, sind auch hier Mönche allgegenwärtig. Insbesondere die Kindermöche gaben ein schönes Fotomotiv ab und freuten sich, wenn wir ihnen im Anschluss die Bilder gezeigt haben. In Bagan wurden wir mehrfach angesprochen und dabei wurden uns gestellte Foto-Sessions mit den Mönchen angeboten. Das gab es auch schon auf dem Inle Lake mit den Fischern und ihren Reusen. Da wir authentische und lebensechte Fotos machen wollen, wären wir auf so etwas niemals eingegangen. Es scheint aber gängige Praxis zu sein.




Besonders gut haben uns auch die Wandgemälde und die verwitterten Zeichnungen gefallen.




Natürlich gab es auch viele Souvenirs und mehr oder minder aufdingliche Händler. Es gab auch Hinweisschilder was man nicht kaufen soll – wahrscheinlich um zu vermeiden, dass Teile der Pagoden verkauft werden. Hier haben wir schließlich ein Bild „gemalt“ aus Sand und Klebstoff erstanden und selbstgemalte Postkarten von einem kleinen Jungen.




Mittags fuhr uns der Fahrer zu einem sehr leckeren vegetarischen Restaurant mit dem klangvollen Namen „Be Kind To Animals, The Moon“.





Nachmittags besuchten wir noch einige Tempel und wurden dann selbst zum Fotomotiv. Eine Familie wollte unbedingt ein Bild von uns mit ihrer kleinen Tochter. Dem Wunsch kamen wir gern nach und haben zu unserer Erinnerung auch noch gleich ein Bild davon gemacht.

Zum Abschluss des Tages fuhren wir zu einer besonders hohen Pagode mit mehreren Ebenen, die bestiegen werden durften. Von dieser erhöhten Position aus ließ sich besonders schön der Sonnenuntergang hinter den Pagoden und dem Fluss beobachten. Während wir warteten, dass die Sonne unterging beobachteten wir, dass immer mehr Touristen und viele Einheimische kamen. Es wurde ein Lichterfest vorbereitet und Kerzen in jeder erdenklichen Nische oder Erhöhung aufgestellt. Gleichzeitig wurde ein riesiger Topf Suppe herbeigetragen und wir wurden auch eingeladen davon zu kosten. Es war sehr lecker und ein erneuter Beweis für die Gastfreundschaft und Großzügigkeit der Burmesen.






Als die Sonne untergegangen war, kehrten wir in die Stadt zurück und fanden wirklich alles mit kleinen weißen Kerzen erleuchtet. Ein toller Abschluss für einen interessanten Tag.






 

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One thought on “Bagan – Stadt der Tempel

  1. Bei diesem Beitrag hatte ich ständig ein Gefühl direkt dabei zu sein,
    fast alles berühren zu können, diese STILLE und Geborgenheit habe ich
    sehr beruhigend empfunden.
    So viele verschiedene Themen gleichzeitig und die Lichterspiele der Natur
    und die Kerzenlandschaft.
    Den Sonnenuntergang fand ich einmalig.
    Kann nicht weiter schreiben weil ich es nochmal gleich anschauen muss.

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