Tempel im Dschungel: Borodbudur und Candi Prambanan

Noch vor Sonnenaufgang – was in den Tropen wirklich früh ist – also mitten in der Nacht wurden wir mit einem Minibus von unserem Hotel für die Borobudur und Prambanan Tempel-Tour abgeholt. Nach kurzem Nickerchen im Bus kamen wir mitten im Nichts an und wurden ausgeladen. Dann mussten wir mit Taschenlampen unseren Weg nach „oben“ finden.
Im Dunkeln bei Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit gar nicht so ein einfaches Unterfangen, aber wir waren nicht allein:

Eigentlich waren wir davon ausgegangen, dass wir direkt zu dem größten buddhistischen Tempel Südostasiens – Borobudur – gefahren werden. Hier standen wir also mitten im Dschungel, um den Sonnenaufgang hinter dem Vulkan Merapi und Borobudur zu beobachten. Mit dem wabernden Nebel über dem Dschungel war das ein sehr mystischer Moment.

 

 

Im Anschluss ging es zur Besichtigung der Tempelanlage. Wir haben es nicht genau nachgezählt aber Experten zu Folge gab es hier ursprünglich über 500 Buddhas. In Nischen, Wandbildern und in jeder der Stupas sitzend.






Die Anlage ist wahrscheinlich etwa 1300 Jahre alt, wurde zwischenzeitlich „vergessen“ und von Vulkanausbrüchen und der Dschungelvegetation begraben. Im 19. Jahrhundert wurde sie wiederentdeckt und ist mittlerweile auf ein beachtliches Niveau restauriert.
Man kann die verschiedenen Terrassen besteigen und dabei die Geschichten, die die Wandbilder erzählen, zu interpretieren versuchen.









Es gibt hier auch viele einheimische Touristen. Wir haben eine Schulklasse getroffen, die mit uns unbedingt ihr Englisch üben wollte. Ein schöner Moment, den wir auch fotografisch festgehalten haben.

Von der größten buddhistischen Tempelanlage ging es zur gar nicht weit entfernten größten hinduistischen Tempelanlage Indonesiens: Candi Prambanan. Ganz anders als in Borobudur handelt es sich hier um mehrere hoch aufragende Türme, in die man hineingehen kann. Beide Tempelanlagen wurden etwa zur gleichen Zeit errichtet.

Wie bereits aus Bali gewohnt, muss man hier mit Röcken die schmutzigen Gedanken aus dem unteren Teil des Körpers festbinden, während man die Anlage besucht.










In Candi Prambanan hat uns die detaillierte Darstellung der Fabelwesen besonders gut gefallen:



Wie in ganz Asien wird eine eiskalte Cola oder eine Kokosnuss nie weit entfernt angeboten und wenn der Verkauf in der Anlage verboten ist, auch einfach mal durch den Stacheldraht gereicht.


One thought on “Tempel im Dschungel: Borodbudur und Candi Prambanan

  1. Ich kenne die meisten Bilder zwar glaube ich bereits, es ist aber schon cool dass auch andere Leute die jetzt zu sehen bekommen 🙂

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