A few nights more in Bangkok

Nach dem sehr entspannten Luang Prabang ging es in die pulsierende Metropole Bangkok, die in ihrer Metropolregion knapp 15 Millionen Einwohner hat.
Wir waren zusammen vor einigen Jahren bereits für „one night in Bangkok“ hier, sodass wir dieses Mal die großen Sehenswürdigkeiten ausgelassen haben. Die meiste Zeit haben wir darauf verwenden müssen, Visa für Myanmar und Indien zu beantragen. Weil wir schon mehr als 6 Monate aus Deutschland ausgereist waren, ging das nicht vorab und Bangkok war mehr als Pflicht-Stopp eingeplant. Weil wir unsere Pässe abgeben mussten, konnten wir dann auch nicht anderweitig verreisen. In Summe waren wir knapp 3 Wochen in Bangkok – a few nights more in Bangkok…



Weil wir so spontan aus Laos per Flugzeug gekommen waren, hatten wir auch keine Unterkunft vorgebucht. Am Flughafen in Bangkok angekommen, haben wir das freie WLAN genutzt, um schnell eine Nacht irgendwo zu buchen. Die „Jugendherberge“ entpuppte sich als absoluter Glücksgriff und kann in unseren Augen mit so manchem Luxushotel in Europa mithalten. Im iSanook fühlten wir uns wie zu Hause und zudem war die Umgebung nicht sehr touristisch. Mit dem hoteleigenen Tuktuk konnten wir umsonst zu wichtigen Punkten gefahren werden oder zu Fuß zur U-Bahn Station gehen.






Bangkoks Verkehr ist extrem und steht gefühlt immer kurz vor dem Zusammenbruch. Wir haben so oft es ging die U-Bahn oder die öffentlichen Boote genutzt. Wenn es sein musste, sind wir auch mal mit dem Tuktuk gefahren, denn deren Fahrer drängen sich geschickt überall durch. Ganz charakteristisch sind die pinken Taxis und die vielen Beton-Skelette für den Skytrain. Vor allem abends zeigen sich die ohnehin schon cool getunten Tuktuks in ihrer ganzen Farbenpracht.








Jens fand die Tuktuks so toll, dass er sich eine kleine Version für zu Hause mitgenommen hat:

Wir haben die Zeit hier genutzt, um Bilder zu sortieren und Blog-Beiträge zu schreiben. Zudem haben wir die Stadt auf eine weniger touristische Art erkundet. Direkt neben dem Büro des Visums-Service von Indien gab es beispielsweise einen größeren Food-Court und auch auf der Straße davor viele Stände für die Mitarbeiter der Büros, die dort überall arbeiten und zur Mittagspause gehen. Da wir oft hier waren, haben wir mehrfach bei einigen Standbetreibern gegessen, sodass sie uns schon grüßten.







In der nähe unseres Hotels war das Bee’s Garden Restaurant. Hier waren wir oft abends essen, denn nach Arbeitsschluss verwandelt sich der Eingangsbereich des Bürogebäudes Paso-Tower in ein Popup-Restaurant. Hier trafen wir kaum Touristen und das Essen war so scharf, dass uns öfters die Tränen kamen. Dabei war es aber sehr lecker und typisch Thai.




Weil uns das thailändische Essen so gut schmeckt, haben wir auch einen Kochkurs besucht, in dem wir gelernt haben, die typischen Spezialitäten Pad Thai, Red Curry und Mango mit Sticky Rice zu kochen. Dabei hat die nette Köchin von der Silom Thai Cooking School erst mit uns auf dem Markt die Zutaten besorgt und uns beispielsweise die vielen verschiedenen Verwandten des Ingwers gezeigt. Wir haben auch selbst Chili-Paste hergestellt und gelernt, wie man Kokosmilch macht (indem man die geschredderten weißen Bestandteile der Kokusnuss mit Wasser auspresst).



Während unseres Aufenthalts in Bangkok lief auch das einmal jährlich stattfindende vegetarische Festival in Chinatown. Hier gab es sehr viele Stände und auch Vorführungen zur Herstellung von gesundem vegetarischen Essen. Natürlich konnte man auch alles sofort verkosten.







Wir haben auch sonst in Bangkok immer wieder extrem gut gegessen. Nicht nur Thai, sondern nach der langen Zeit in Asien war uns auch oft nach internationalen Spezialitäten. Früher hätten wir darüber die Nase gerüpft aber wir waren tatsächlich „Bei Otto“ und haben uns wie zu Hause gefühlt. Außerdem sind Wurstsalat, Currywurst und Schnitzel hier wirklich auch für deutsche Verhältnisse sehr gut.


Im Keller der Siam Paragon Shopping Mall gab es neben einem exklusiven Parkhaus einen nicht minder erlesenen Food-Court. Hier gab es sogar japanische Melonen für knapp 40€ pro Stück. Aber auch die internationalen Restaurants haben wir hier ab und zu aufgesucht.









Eine besonders schöne Architektur und leckeres Kaffee-Kreationen gab es im Case Study Café. Wir lernten den Sohn des Besitzers kennen, der Architektur studierte und so erklärte sich dann auch der minimalistische Chic und der kleine Zen-Garten im Innenhof, an den wir oft denken.


In Bangkok befindet sich der größte Markt Thailands, der Chatuchak Market. Hier gibt es an mehr als 8000 Ständen so ziemlich alles, was man sich vorstellen kann. Weil dieser nur am Wochenende geöffnet hat, ist der Andrang recht groß, allerdings verläuft sich dies auf der Fläche einer kleinen Stadt recht schnell. Wir haben hier ein paar sehr gute Souvenirs und Kleidung gekauft und dabei auch sehr gut gegessen. Beispielsweise sind die Fischkuchen der älteren Dame wohl sehr berühmt. In einem eher abgelegenen Teil haben wir mehreren Thais auf den Teller geguckt und spontan das Gleiche bestellt. Das war so lecker, dass wir beim zweiten Besuch des Chatuchak Markts wieder dort hin gegangen sind und die Sprachbarriere bei der Bestellung mit Hilfe eines Fotos vom Gericht des letzten Besuchs umgehen konnten.















Auf dem Chatuchak Market gibt es auch sehr schöne und seltene Kunstgegenstände. Geschickterweise hat DHL gleich einen großen Ableger und man kann seine Einkäufe direkt in die ganze Welt verschicken



Weil der Chatuchak Market auch manchmal Jatujak geschrieben wird, ist die gängige Abkürzung JJ Market. Von dieser leitet sich der Name des nahegelegenen JJ Green Markets ab. Ein Hipster-Flohmarkt, der von Mittwoch bis Samstag ab 18Uhr bis in die Nacht geht.





Ein weiterer Hipster-Markt ist der Rod Fai (Night) Market. Es gibt anscheinend zwei gleichnamige solcher Märkte. Wir waren bei dem älteren, der weiter außerhalb liegt und wohl größer ist. Hier gab es neben gutem Essen vor allem interessanten Trödel, coole Autos und Teile dafür.










In Bangkok gab es sehr viel Streetart. Oft konnten wir aber an den Stellen nicht anhalten und aussteigen, da sich die Graffitis oft an Abbruch-Häusern oder direkt an der Autobahn befanden. Eine kleine Auswahl haben wir trotzdem gesammelt.
















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